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Wenn nun wider Erwarten trotz guter Pflege (oder manchmal auch wegen nicht ganz so fleißigen Putzens) eine Karies festgestellt wurde oder einfach eine alte undichte Füllung erneuert werden muss, stürzen gleich mehrere Fragen über den armen erschrockenen Patienten ein. Dabei ist man noch über die Tatsache an sich erschüttert und ein vernünftiges Nachdenken ist kaum möglích. Deshalb kann es nur hilfreich sein, sich schon im Vorfeld ein paar nützliche Informationen einzuholen. So kann man in Ruhe Vor- und Nachteile aller Therapiemöglichkeiten abwägen und das im Einzelfall geeignetste Füllungsmaterials wählen. Dabei wird anhand des betroffenen Zahnes eine gemeinsame Entscheidungsfindung unumgänglich sein, bei der wir gern behilflich sind.
Die derzeit zur Verfügung stehenden Materialien können entweder als langfristige Versorgungen angesehen werden oder dienen wegen ihrer eingeschränkten Haltbarkeit als Übergangslösung. Zuerst sollen Sie kurz aufgelistet werden, nachfolgend finden Sie noch ausführlichere Informationen. Langfristige Versorgungen Ihrer Seitenzähne sind: langfristigste Versorgungsart mit geringsten Einschränkungen oder Nebenwirkungen Übergangslösungen • Glasionomerzemente
dienen wegen ihrer begrenzten Haltbarkeit nur als kurzzeitige Versorgungen, beispielsweise während Schwangerschaft und Stillzeit, oder beim Füllen von Michzahndefekten. Leider gibt es kein Füllmaterial, das für alle Patienten ohne Einschränkung eingesetzt werden kann, da alle Materialien, wie Arzneimittel, durch die Belastung im Mund kleine Substanzmengen freisetzen können. Unerwünschte Nebenwirkungen sind daher nicht ganz auszuschließen. Langfristige Versorgung • Einlagefüllungen
So genannte Inlays sind die zuverlässigste und langfristigste Versorgungsform für Ihre Zähne. Ihr Einsatz sollte immer in Erwägung gezogen werden, da so ein dauerhafter Erhalt Ihrer Zähne gesichert werden kann. Materialien, die für Einlagefüllungen benutzt werden, sind Gold-Platin-Legierungen, Keramik oder die Kombination von Gold und Keramik als Galvanoinlay. In Einzelfällen kann auch Kunststoff zum Einsatz kommen. Während Keramikinlays (auch direkt herstellbar mittels Cerec-Methode) höchsten ästhetischen Ansprüchen entsprechen, Galvanoinlays höchste Präzision erfüllen und Goldinlays beste Haltbarkeitsdaten aufweisen, ist allen gemein, dass sie kostenaufwändig und keine Kassenleistung sind.
• Kunststofffüllungen
Ästhetisch anspruchsvollere Versorgung, die sich harmonisch in das Gebiss einfügt. Die Haltbarkeit ist allerdings zumindest bei größeren Defekten geringer als beim Amalgam anzugeben. Nebenwirkungen aufgrund der Freisetzung von Substanzen sind nur teilweise untersucht. Bei dieser anspruchsvolleren "weißen" Versorgung entstehen material- und verarbeitungsbedingt Mehrkosten, die vom Patienten übernommen werden müssen. ![]() • Amalgamfüllungen Kostengünstige Versorgung, die voll von der Krankenkasse übernommen wird. Wegen seiner Zusammensetzung, einem Metallgemisch das mit Quecksilber versetzt zum Erhärten gebracht wird, ist dieser Werkstoff immer wieder in die Diskussion geraten. Es sollte daher nicht eingesetzt werden bei Kindern unter 6 Jahren, während Schwangerschaft und Stillzeit, bei Nierenfunktionsstörungen und nachgewiesener Allergie. Auch in direktem Kontakt zu gegossenem Zahnersatz ist ein Einsatz zu meiden. Um nicht unnötig zur Quecksilberbelastung des Menschen beizutragen, sollte die Zahl der Amalgamfüllungen so gering wie möglich gehalten werden. Auch im Hinblick auf nachfolgende Generationen sollte die Belastungen reduziert werden, um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen. Amalgam sollte daher nur Verwendung finden, wenn keine andere Füllungsart in Frage kommt. ![]() Weitere ausführliche Informationen finden Sie unter www.kzbv.de. | |||||||||||