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Vermuten Sie eine Funktionsstörung Ihres Kausystems?
Es handelt sich dabei nämlich um eine weit verbreitete Erkrankung, nach Karies und Parodontose. Immerhin ist das Kiefergelenk das komplizierteste Gelenk des Menschen. Tagtäglich arbeitet es viele tausend Male: beim Öffnen und Schließen des Mundes, Abbeißen, Kauen, Sprechen, Schlucken. Die Probleme können unterschiedlicher Natur sein. Die Beschwerden machen sich bemerkbar in Form von Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Nackenschmerzen, Schulterschmerzen, chronische Verspannungen, Taubheitsgefühl in Armen und Fingern, Ohrgeräusche (Tinnitus), Halsempfindlichkeit, Zungenschmerzen, Kiefergelenkschmerzen, Bewegungseinschränkung des Unterkiefers, Migräne, Augenschmerzen, Schwindel. Meistens hört man ein Knacken oder Reiben beim Öffnen bzw. Schließen des Mundes oder beim Kauen. Oftmals bekommt man den Mund auch gar nicht mehr richtig auf oder es kommt zu einem "Ausrenken" des Kiefergelenks bei weiter Mundöffnung (z.B. beim Gähnen). Die meisten Menschen haben einige der Symptome, bekommen aber bis an ihr Lebensende keine Beschwerden, sind also gesund. Geringfügige Störungen der Funktion des Kauapparates beobachten Zahnmediziner bei rund 80 % aller Menschen, gleichgültig, ob sie jung oder alt sind. Die meisten Störungen sind sehr geringgradig, sie haben keinen Krankheitswert. Nur rund 3-5% der Menschen haben Beschwerden, die so heftig sind, dass sie einen Arzt oder Zahnarzt aufsuchen. Eine wirksame erste Behandlungsmaßnahme für den Zahnarzt, egal welche Ursache den Kiefergelenkschmerzen zugrunde liegt, ist eine Entlastung des Kiefergelenkes mit einer Aufbißschiene: In der Regel liegt bei Kiefergelenkbeschwerden eine Verkrampfung der Muskulatur zugrunde. Die Aufbißschiene hilft, die Muskulatur zu entkrampfen und zu entspannen. ![]() ![]() Ohne funktionsanalytische Maßnahmen ist die Erkennung und Behandlung von funktionellen Störungen und Erkrankungen im Kiefer-Muskelsystem nicht möglich. Die klinische Funktionsanalyse umfasst die umfassende manuelle Untersuchung Ihres Kiefergelenks, der Kaumuskulatur und des Zusammenspiels aller Strukturen, die für eine einwandfreie Funktion Ihres Kausystems verantwortlich sind. Mit der zusätzlichen instrumentellen Funktionsanalyse mittels Gipsmodellen Ihres Kiefers und Übertragung gemessener Werte in einen Gelenksimulator (Artikulator) können Störungen exakt nachvollzogen und damit die Ursachen für Erkrankungen oder Schmerzen deutlich gemacht werden. Die Kosten für die Funktionsdiagnostik richten sich nach dem zeitlichen Aufwand. Zusätzlich können Laborkosten entstehen. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich auch bei medizinischer Notwendigkeit in der Regel nicht an den Kosten. Die Chance, Beschwerden am Kiefergelenk zu heilen, ist bei rechtzeitiger und richtiger Therapie günstig. Wenn Sie also das Gefühl haben, dass dieses oder jenes auf Sie zutrifft, fragen Sie nach, wir geben gern ausführliche Auskunft. | |||||